Künstlerischer Werdegang - Barbara Emilia Schedel

Der Werdegang der Sopranistin Barbara Emilia Schedel war schon früh neben einer tänzerischen Ausbildung von umfassender künstlerischer Tätigkeit, u.a. als Preisträgerin in den Instrumenten Klavier und Violoncello, geprägt. Während ihres Klavier- und Schulmusikstudiums entdeckte sie ihre eigene Stimme und ließ sie – anschließend an ein Engagement als Korrepetitorin in Dänemark – von Prof. Charlotte Lehmann ausbilden. Sie erhielt ebenso wesentliche Impulse von Margreet Honig und Rudolf Jansen (Amsterdam), Richard Miller und Neil Semer (USA) und arbeitet derzeit an einem stimmlichen Fachwechsel mit Carol Mayer-Brütting zusammen.

Bereits im Studium erhielt die Künstlerin Stipendien (Deutscher Bühnenverein, Händelakademie), Auszeichnungen und Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, darunter u.a. beim Liedwettbewerb „Verfemte Musik“ des MDR, beim „Armin Knab“- Wettbewerb (1. Preis), Bundeswettbewerb Gesang Berlin (Oper und Konzert), dem Internat. Mozartfestwettbewerb Würzburg (Sonderpreis für zeitgenössische Musik) und den mit 10.000 Euro dotierten Musikpreis der Kunststiftung Baden-Württemberg. Auf Vorschlag einer Fachjury wurde Barbara Emilia Schedel schließlich 2010 für ihre herausragenden sängerischen und darstellerischen Leistungen in einem Festakt am Staatstheater Nürnberg der „Bayerische Kulturpreis der IHK- Stiftung“ verliehen.

Bereits im Studium an der „Jungen Oper“ der Stuttgarter Staatsoper konnte die Sopranistin erste Erfahrungen sammeln und erhielt dort anschließend bis 2008 weitere Gastverträge. Lyrische Partien wie Marzellina, Norina und Mozarts Susanna, Ilia und Pamina gehörten dabei anfangs in Deutschland und Österreich zunächst zu ihren bevorzugten Partien, inzwischen war die Sopranistin auch vermehrt in virtuosen Partien des lyrischen Koloraturbereichs des 17. und 18. Jahrhunderts (z.B. als Händels Galatea, Alcina, Cleopatra und Diana) zu hören, zuletzt häufig mit dem Orchester „L‘arte del mondo“ bei den Festspielen Sanssouci in einer Co-Produktion von Gluck‘s „Le Cinesi“ mit der Peking-Oper in China und den Händelfestspielen in Halle 2014.

Aufgrund ihrer hohen Musikalität und raschen Lernfähigkeit auch komplexer Partituren ist Barbara Emilia Schedel mittlerweile aber auch ebenso eine gefragte Interpretin neuer und zeitgenössischer Musik. So war sie in bisher mehr als zehn auch schauspielerisch besonders anspruchsvollen Partien und Uraufführungen zu erleben und erhielt dabei Einladungen an das Theater Fürth (in Kooperation mit Auftragswerken des Bayerischen Rundfunks), die Nationaloper Krakau, das Staatstheater Darmstadt, mehrfach an das Nationaltheater Mannheim und wurde in Wien 2011 von der Presse einstimmig in der Titelpartie der „Io“ in Harrison Birtwistle‘s „Io-Passion“ gefeiert.

Eine rege Tätigkeit auch als Lied- und Konzertsängerin führte sie mit Künstlern wie Jörg Widmann (Streichquartettzyklus), Fazil Say (Mozarts KV 505 und Mozartlieder, Werke von Fazil Say), dem Borusan-Quartett, dem Signum- Quartett und Dirigenten wie Helmuth Rilling, Wolfram Christ, Siegfried Köhler, Helmuth Froschauer, Patrick Lange und Orchestern wie die Berliner Symphoniker, die Prager Symphoniker, die Staatskapelle Dresden, den Münchner Bachsolisten und dem WDR Rundfunkorchester Köln zusammen.

Dabei entstanden zahlreiche Mitschnitte in Rundfunk (SWR, WDR, MDR, BR) und Fernsehen u.a. auch aus dem Konzerthaus Wien und dem Großen Salzburger Festspielhaus. Tourneen führten die Künstlerin in den letzten Jahren dabei durch Europa, Südamerika, USA, China und Japan.

Das Label Brilliant Classics veröffentlichte innerhalb einer CD Gesamtausgabe Beethovenlieder mit Barbara Emilia Schedel.

Im Shakespeare-Jahr 2016 erschien beim Label Naxos/Telos die Solo-CD „Ophelia Songs“.

Die Künstlerin ist ebenso eine gefragte Gesangspädagogin und lehrt in Sommerakademien, Fortbildungen und betreut Gesangsklassen als Dozentin an der Hochschule für Musik in Würzburg und Karlsruhe.

Juni 2019